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Tot im Netz

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Es ist schon eine kleine Weile her, da fragte mich Andrea Bannert (Autoren, Sängerin und Musikerin) im Hoer-Talk, ob ich nicht Lust hätte für ihre aktuelle Hörgeschichte die Musik zu komponieren. Zu der Zeit war ich noch mit der Produktion von Mortuorum Cibus beschäftigt, sicherte Andrea aber meine Mitarbeit unmittelbar nach dieser Produktion zu. Ich darf sagen, es war eine sehr interessante Herausforderung für mich, nicht nur für ein „fremdes“ Projekt zu komponieren, sondern auch für diese fantasievolle beinahe märchenhafte Erzählung.

Ich entschied mich bei dem Soundtrack, abgesehen von den klassischen Elementen, für klangvolle breite Flächen als Fundament, leichte Chöre als Unterstützung und schließlich Glocken-Sounds für die Melodie. Da die Musik das gesprochene Wort nicht überlagern durfte, musste ich einen Kompromiss zwischen Klangvielfalt und Wahrnehmung eingehen. Die Sprecher sollten ja weiterhin im Vordergrund stehen und präsent sein. Hier wäre vielleicht noch etwas mehr Erfahrung notwendig. Das Abmischen in seiner Vielfalt ist deutlich komplexer als man vielleicht annehmen mag. Es ist nicht nur Lautstärke allein, die die Soundkulisse maßgeblich beeinflusst. Jedes Instrument hat seine „Höhen und Tiefen“, manches wird verschluckt, anderes übertönt zu viel. Die Kunst dabei wäre es, alle Instrumente so anzupassen, das Jedes seinen Platz in der Komposition findet und angemessen zur Geltung kommt… wenn es doch nur so einfach wäre.

Die Ideen zu den einzelnen Kompositionen entstanden eher zufällig. Manche Ideen kamen mir aber auch, als ich passende Instrumente und Sounds für den Soundtrack von „Tot im Netz“ ausgesucht habe. Das mache ich immer sehr gerne, wenn ich ein neues Musikstück versuche. Einmal querhören durch die mir zu Verfügung stehenden Synthesizer, neugierig alle Schalter, Knöpfe oder Potis drehen und bewegen. Herausfinden was man alles aus den digitalen Instrumenten holen kann. Dann werden ganz herkömmlich Synthesizer und Soundname notiert und auch schon mit den ersten Notizen versehen auf die ich dann während der Produktion zurückgreife.

Die Zusammenarbeit mit Andrea Bannert hat sehr viel Spaß gemacht und Sie gab mir viel Freiraum für die Umsetzung meiner Ideen. Zu guter Letzt habe ich noch leichte „Feintunig“ an dem schon fertiggeschnittenem Hörspiel vornehmen dürfen. Hier den Erzähler etwas „heller“ klingen lassen und da dem Geräusch etwas mehr „punch“ gegeben… viele Kleinigkeiten eben. Nach knapp einem Monat wäre auch diese Produktion abgeschlossen. Ich hoffe, Ihr findet einmal Zeit und Ruhe und hört es Euch an.

Link zum Hörspiel: Tot im Netz (Hörspiel)

Link zum Soundtrack: Soundcloud

Weitere Hörgeschichten findet Ihr natürlich in Andreas Youtube-Kanal.

 

Kurze Infos zu den Sprechern:

Erzähler: Detlef Tams – http://detleftams.com/
Student: Daniel Umbach
Ariane: Andrea Bannert – www.andreabannert.de
Jogger: Jan Münter
Intro und Credits: Daniel Schiepe
Cover: Stephan Winklmeier – http://www.stephan.photo/
Musik und Mastering: Daniel Schiepe
Skript, Regie und Schnitt: Andrea Bannert

 

 

 

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